Warum Babys schreien und Mamas und Papas in den Wahnsinn treiben

Zuletzt aktualisiert am 14. Januar 2022

Was tun, wenn dein Baby schreit?
Was tun, wenn dein Baby schreit?

Weinen oder sogar lautes Schreien bei Babys und Kleinkindern führt manche Eltern manchmal zur Verzweiflung. Nicht, weil es sie nervt oder es ihnen zu laut ist, sondern vielmehr deswegen, weil sie einfach nicht mehr wissen, wie sie ihrem Kleinsten helfen können.

Man merkt in genau diesen Situationen sehr schnell, dass Lösungen gefunden werden müssen, damit das Kind, aber auch die Eltern sich endlich wieder wohl fühlen. Oftmals stellt man sich die Frage, was denn jetzt schon wieder ist, dass es so plötzlich aufschreit. Erst später fängt man an zu überlegen, wie man ihm wirklich helfen kann und welches Bedürfnis es gerade versucht mitzuteilen.

In den ersten Wochen lernen Mütter sehr schnell, ihren Instinkten zu vertrauen. Man kann schnell zwischen dem jammernden Weinen und dem Hunger Geschrei unterscheiden. Menschen ohne Kinder können dies oft nicht nachvollziehen. Dennoch findet man darin ein Stückchen Wahrheit. Eltern können sehr wohl die Sprache der Kleinsten deuten! Sie müssen es nur verstehen wollen.

 

Die wichtigsten Regeln

In diesen Schrei Situationen ist es besonders wichtig, dass Eltern die Ruhe behalten. Ein Kind, dass schreit hat ein Bedürfnis! Es kann Hunger haben, eine volle Windel oder einfach nur die Nähe zu den Eltern suchen. Es kann Angst vor etwas haben oder ihm ist einfach zu warm oder zu kalt. Ganz gleich was es ist: Es gibt immer einen Grund, warum ein Kind schreit!

Wichtig ist deshalb, gelassen zu bleiben und den Fokus auf das Kleinste zu werfen. Versuchen Sie niemals Ihr Kind durch Schütteln zu beruhigen! Dies kann im schlimmsten Fall zum Tode führen!

Viele Kulturen nutzen eine ständige Nähe des Babys zur Mutter, um das Schreien zu vermeiden. Das liegt größtenteils daran, dass schreiende Babys früher zur Gefahr für die Menschen wurden. Wilde Tiere wurden aufmerksam auf sie und hätten sie angreifen können. Demnach war es sicherer, die Kleinen stets bei sich zu tragen, um das Schreien zu vermeiden.

Heute ist dies nicht möglich. Dennoch können Sie es schaffen, die Signale Ihrer Kleinsten zu deuten und daraufhin zügig zu reagieren.

 

Immer Alternativen kennen

Ein Baby kann, wenn es gerne und viel schreit, sehr anstrengend sein. Oftmals benötigen Eltern dann einfach mal eine Auszeit, um wieder neue Energie sammeln zu können. Wenn Sie Familie haben, ist es deshalb sehr wichtig, diese mit einzubinden. Sicherlich freut sie sich, wenn sie mit dem Kleinsten eine Runde spazieren gehen können oder einfach nur ein paar Stunden gemeinsam verbringen. Hier geht es darum, dass Eltern sich Zeit für sich nehmen. Denn gestresste Eltern, bedeutet auch gestresste Kinder!

 

Stress ist überall

Die Babymassage hat in Indien eine lange Tradition mit dem Ziel, das Ur-Bedürfnis des Kindes „achtsam berührt und gestreichelt zu werden“, zu erfüllen. Die Sensibilität der Haut ist eine der am frühesten entwickelten und wichtigsten Körperfunktionen.
Die Babymassage hat in Indien eine lange Tradition mit dem Ziel, das Ur-Bedürfnis des Kindes „achtsam berührt und gestreichelt zu werden“, zu erfüllen. Die Sensibilität der Haut ist eine der am frühesten entwickelten und wichtigsten Körperfunktionen. Mehr darüber erfahren.

Jeder weiß, dass der Körper auf Stress reagiert. Manche Menschen zittern, andere schwitzen und einige entwickeln eine innere Unruhe. Schreit ein Baby und man hat es auf dem Arm, spürt es sehr schnell, wenn Mama oder Papa in Stress geraten. Dieser springt dann auf das Kind über und man hat fast gar keine Chance mehr, es zu beruhigen. Man schaukelt sich gegenseitig hoch und das Ende vom Lied sind gestresste Eltern und Kinder!

Deshalb ist es besonders wichtig, einfühlsam und ruhig zu bleiben. Sprechen Sie mit Ihrem Kind, schaukeln Sie es sanft oder singen Sie etwas. Manche Kinder beruhigt es auch, wenn man einfach mit ihnen umhergeht. Schreien Kinder, weil sie übermüdet sind, ist es wichtig, eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen und keine Reize zu zulassen. Das Licht sollte gedämmt sein und vielleicht eine ruhige Schlafmelodie im Hintergrund laufen. Hier heißt es geduldig und zärtlich mit dem Kind umzugehen, auch wenn man selbst seine letzten Kräfte riskiert. Oft lassen sich die Kleinen dadurch schon beruhigen.

Natürlich schreien Kinder nicht nur, wenn sie Hunger haben oder müde sind. Manchmal fühlen sie sich auch nicht wohl! Bauchschmerzen, Blähungen oder auch die ersten Zähne, können den Kleinsten starke Schmerzen bereiten. Auch hier sollten Eltern stets wissen, womit sie helfen und unterstützen können.

Die ersten Zähne können unruhige Nächte mit sich bringen. Dies gilt aber auch bei anderen körperlichen Erkrankungen wie Blähungen. Eltern sollten hier unbedingt auf die richtige Ernährungsweise achten und immer etwas bereithalten, was die Schmerzen lindern kann. Geben Sie Ihrem Kind, die Nähe, die es dann am meisten braucht und nehmen es einfach etwas länger in den Arm als sonst. Zeigen Sie ihm, dass Sie da sind und sich kümmern.

Manchmal hilft es auch, die Kleinen mit Spielmaterialien abzulenken. Hier sollte man jedoch darauf achten, dass sie nicht überreizt werden! Auch zu viel Spielzeug kann die Kleinen zum Schreien bringen. Sie fühlen sich dann überfordert und drücken es dadurch aus.

Sie als Eltern sollten den Blick auf Ihr Kind richten, um schnell erkennen zu können, was das Geschrei auslöst.

Schreiende Babys warten auf eine „Antwort“ und bekommen diese aber nicht. Es entwickeln sich Angstzustände und das Gehirn passt sich dem einfach an. Wichtig ist deshalb, auf das Weinen der Kleinen zu reagieren, damit es keine negativen Auswirkungen auf die emotionale Entwicklung der Kleinen hat.

Natürlich heißt es nicht, dass man innerhalb von Sekunden alles hinschmeißen und liegen lassen muss, wenn das Baby kurz aufschreit. Dies ist leider nicht immer möglich. Dennoch sollte man sich, besonders in den ersten Wochen, darum bemühen, schnellst möglichst auf die Emotionen der Kleinen zu reagieren. Nur so können sie Vertrauen und Sicherheit erlangen und sich darauf einlassen, dass Sie stets da sind, wenn es Sie braucht.

Werden die Kleinen älter, wird sich das Schreien reduzieren. Sie sind dann in der Lage, ihren Emotionen auch verbal Luft zu verschaffen. Dann beginnt eine neue anstrengende Phase, wo die eigene Persönlichkeit im Vordergrund stehen wird und die ersten Grenzen getestet werden. Das Schreien wird Sie also noch etwas länger begleiten. Mit der Zeit ändern sich nur die Bedürfnisse und die Gründe dafür.

Ich versichere Ihnen jedoch, wenn Sie einen strukturierten Tagesablauf erschaffen, wird das Schreien der Kleinen bereits in den ersten Monaten weniger. Sie wissen dann genau, was auf sie zukommt, worauf sie sich einstellen müssen und sehen, dass Mama und Papa alles im Griff haben und jederzeit für sie da sind.

Im schlimmsten Fall macht es Sinn, eine Schreiambulanz aufzusuchen.

 

Erste Hilfe bei schreienden Babys

Damit Sie für die ersten Schreitage ordentlich gewappnet sind, gebe ich Ihnen einige Tipps mit auf den Weg:

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  • Als erstes gilt immer: Bleiben Sie entspannt! Stress hilft Ihnen und Ihrem Kind nicht weiter!
  • Kümmern Sie sich immer gut, um Ihr Kleinstes. Reagieren Sie einfühlsam, streicheln Sie es, singen Sie etwas oder erzählen einfach nur von Ihrem Tag. Meist reicht dies schon!
  • Spazieren Sie durch die Räume oder an der frischen Luft! Es wirkt meist Wunder.
  • Massieren Sie Ihr Kleinstes oder baden es. Es wirkt entspannend und kann beruhigen! Manchmal ist es auch einfach an der Zeit, den Partner oder die Familie miteinzubeziehen. Nutzen Sie es, wenn Sie die Möglichkeit haben. Es ist nämlich wichtig. Dass auch Sie dabei fit und gesund bleiben und nicht daran zerbrechen!

 

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