Wie man den Mittagsschlaf optimal taktet

Zuletzt aktualisiert am 7. Januar 2022

Jede Familie kennt es: Es ist Mittagszeit und die Kinder werden langsam müde. Doch müde, bedeutet nicht gleich, dass sie auch schlafen möchten. Sehr oft haben Eltern bereits hier schon Schwierigkeiten damit, die Kinder zum Mittagsschlaf zu legen. Für Eltern sieht es meist so aus, dass die Kleinen sich gegen den Schlaf wehren. In der Regel liegt es aber eher daran, dass die Kinder einfach nicht ausgepowert genug sind.

Möchte man, dass die Kinder mittags müde genug sind, um entspannt einzuschlafen, sollte man auch unbedingt dafür sorgen, dass sie ausreichend Reize und Bewegungsmöglichkeiten erhalten, die sie müde machen. Meist sind nämlich nicht die Kinder schuld, dass kein Mittagsschlaf stattfindet, sondern vielmehr die Eltern, die ihre Kinder nicht müde machen.

 

Die perfekte Uhrzeit für den Mittagsschlaf

Hinzu kommt, dass viele Kinder einfach zur falschen Uhrzeit schlafen gelegt werden. Grundsätzlich sollte der Mittagsschlaf immer zwischen 12:00 Uhr und 14:30 Uhr stattfinden. In diesem Zeitraum ist das Kind meist kurz nach dem Mittagessen, was nochmal zusätzlich müde macht.

Sollten Kinder erst gegen 14:30 Uhr einschlafen, müssen die Eltern darauf achten, dass ihr Kind nicht allzu lange schläft. Geht der Mittagsschlaf bis tief in den Nachmittag hinein, Könnte es zu Schwierigkeiten beim Nachtschlaf kommen. Besser ist also, wenn die Kleinen bereits zwischen 12 und 13:00 Uhr zur Ruhe finden.

Natürlich ist dies nicht immer möglich, man kann den Schlafrhythmus aber versuchen, genauso einzupendeln, dass die Zeiten passen und das Kind sich daran gewöhnt.

Sollten Sie Kinder haben, die grundsätzlich erst später einschlafen, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass zwischen dem Aufwachen nach dem Mittagsschlaf und dem Zubettgehen am Abend mindestens 4 – 5 Stunden liegen. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Kleinen abends müde genug sind, um entspannt und gelassen die Ruhe für den Schlaf zu finden.

Doch wie könnte die optimale Tagesstruktur aussehen, die dem Mittagsschlaf perfekt integriert hat? Dies möchte ich Ihnen in diesem Beitrag näher aufzeigen.

 

Wenn das Kind für einen Mittagsschlaf noch zu munter ist, liegt es daran, dass es nicht richtig ausgepowert ist.
Wenn das Kind für einen Mittagsschlaf noch zu munter ist, liegt es daran, dass es nicht richtig ausgepowert ist.

 

Der passende Tagesrhythmus für den Mittagsschlaf

Nehmen wir mal an, das Kind wacht morgens um 06:00 Uhr auf. Meist erhält es dann ein Frühstück In Form von Müsli, Brot oder auch einer Milchflasche. Einige Kinder schlafen direkt danach nochmal ein. Dies ist jedoch stark altersabhängig.

Die meisten begeben sich sofort ins Spiel oder erwarten Bespaßung durch die Eltern. Hier sollten Eltern ihren Kindern verschiedene Anregungen und Reize bieten. Am besten ist es natürlich, wenn man mit den Kleinen raus geht. Dabei ist es egal, ob man nur eine kleine Runde spazieren geht oder die Kinder sich auf dem Spielplatz austoben können. Frische Luft tut jedem gut und hilft auch den Kindern, anschließend müde zu werden. Insbesondere, wenn sie sich dabei noch ausreichend bewegen.

Achten Sie als Eltern deswegen stets darauf, dass Sie Ihren Kleinsten immer wieder unterschiedliche Anregungen anbieten.

Möchten Sie lieber zu Hause bleiben, können Sie dies natürlich auch zu Hause tun. Lassen Sie die Kinder im Haushalt mithelfen, indem Sie ihnen Kochlöffel und Töpfe zur Verfügung stellen, während Sie kochen. Geben sie ihm den Wäschekorb, damit sie beim Ausräumen helfen können oder drücken Sie ihm einfach auch ein Lappen in die Hand, wären Sie feucht wischen.

Kinder sind sehr leicht zu begeistern und freuen sich, wenn sie ihren Eltern helfen können. Nutzen Sie die Hilfsbereitschaft in den ersten Jahren gerne aus! Bald werden Sie sich wünschen, dass Ihre Kinder wenigstens etwas im Haushalt tun.

Eine weitere Möglichkeit der Beschäftigung liegt darin, dass die Kleinen durch verschiedene Geräusche oder auch Materialien beschäftigt werden.

Sie sollten immer im Hinterkopf behalten, dass alles, was die Kinder Neues erlernen, sehr müde machen kann. Das bedeutet, dass zum Beispiel, die neue selbstgebaute Babyrassel das Kind viel müder macht, als das altbekannte Auto.

Immer, wieder wenn Ihr Kind etwas Neues lernt, muss dies zunächst im Gehirn verarbeitet werden. Da dies meist geschieht, wenn Kinder schlafen, werden sie davon auch recht müde. Kinder lernen im Schlaf! Genau deswegen ist der Mittagsschlaf so wichtig, wie ein entspannter Nacht-Schlaf.

Manche Kinder powern sich im Vormittag so sehr aus, dass sie es gar nicht mehr schaffen, vor dem Einschlafen etwas zum Mittag zu essen. Achten Sie deshalb darauf, ihrem Kind anschließend sofort eine Mahlzeit anzubieten.

Hat Ihr Kind Probleme beim Einschlafen, Können Sie mit Hilfe eines Schlaf Trainings auch verschiedene Methoden beim Mittagsschlaf einsetzen.

 

Wie lange Mittagsschlaf?

Schläft ihr Kind nur ein bis 2 Stunden, ist dies vollkommen in Ordnung. Schläft es sogar 3 oder 4 Stunden, ist dies ebenfalls okay, so lange es früh genug einschläft und der Mittagsschlaf nicht bis spät nachmittags anhält.

 

Soll ich mein Kind nach dem Mittagsschlaf wecken?

Grundsätzlich sollte man Kinder nicht wecken. Sie nehmen sich den Schlaf, den sie benötigen und wachen ganz von alleine auf, wenn sie ausgeschlafen haben. Eine einzige Ausnahme ist, wenn die Kleinen mehr als 4 Stunden schlafen oder die Aufwachzeit zu spät wäre, da sonst der Nacht Schlaf beeinträchtigt werden könnte.

Sind die Kinder dann wach, sollten sie wieder ausreichend beschäftigt werden. Zusätzlich sollte man daran denken, ihnen eine kleine Zwischenmahlzeit, in Form von Rohkost oder Obst anzubieten. Neben dem Schlaf bringt ihnen nämlich auch die Ernährung wichtige Energien, um den restlichen Tag durchzuhalten.

Eine Stunde, bevor es dann zu Bett geht, sollte man sich bereits ruhig mit dem Kind beschäftigen. In der Regel sieht man zu diesem Zeitpunkt genau, ob die Mittagsschlaf Phase optimal verlaufen ist. Sind die Kinder hier bereits schon wieder sehr sehr müde oder aber besonders aufgedreht, sollte man versuchen den Mittagsschlaf anzupassen. In der Regel reicht es, wenn man die kleinen einfach eine halbe Stunde früher oder eine halbe Stunde später hinlegt. Hier liegt die Verantwortung bei den Eltern, zu schauen was ihr Kind benötigt.

 

Wie oft können wir den Mittagsschlaf weglassen?

Der Mittagsschlaf sollte in der Tagesstruktur eines jeden Kindes fest verankert sein. Natürlich kann man nachvollziehen, wenn Eltern versuchen, den Mittagsschlaf auszusetzen oder zu verkürzen, damit das Kind abends früher ins Bett geht und besser ein- und durchschläft. Hier muss ich sie jedoch enttäuschen!

Es bringt leider rein gar nichts, den Mittagsschlaf der Kinder auszusetzen oder ihn zu verkürzen. Sind Kinder müde, werden sie sich genau diese Ruhezeiten, die sie benötigen, auch nehmen.

Entzieht man den Kindern den Schlaf, könnte man sogar von einer Art der Kindeswohlgefährdung sprechen. Schlafen oder ausruhen ist ein Grundbedürfnis eines jeden Menschen und sollte niemals entzogen werden. Damals galt Schlafentzug sogar als eine Foltermethode! Selbst wenn sie möchten, dass die Kinder abends früher einschlafen, bringt es rein gar nichts dafür, etwas am Mittagsschlaf zu rütteln. Es wird sich am Abendschlaf nichts ändern.

 

Fazit Mittagsschlaf

Nutzen sie nun Ihr Wissen und versuchen Sie, den Mittagsschlaf immer fest verankert in Ihrer Tagesstruktur beizubehalten und Ihrem Kind jeden Tag die Möglichkeit zu bieten, sich zwischenzeitlich auszuruhen. Nur so können Sie gewährleisten, dass Ihr Kind sich altersgerecht entwickelt und immer wieder Neues dazu lernen kann.

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