Beziehungsprobe Baby – Wie man das neue Familienglück aufrecht hält

Zuletzt aktualisiert am 9. November 2021

Die meisten Paare betrachten ein Baby als die Krönung ihrer Liebe und freuen sich darauf. Doch sehr oft werden die kleinen Geschöpfe zur Belastungsprobe für das Glück der Eltern. Doch warum ist das so?

Erschöpfung, Selbstzweifel und das Gefühl, der Elternrolle nicht gewachsen zu sein, Ärger über die ungerechte Aufteilung der Hausarbeit, finanzielle Sorgen, Zukunftsangst…

Die Liste der Beschwerden ist lang. Wenn aus Frauen Mütter und aus Männern Väter werden, ändert sich fast alles.

Man spricht, isst, schläft weniger und streitet mehr miteinander. Es wurde wissenschaftlich belegt, dass Paare in den ersten fünf Jahren nach der Geburt eines Kindes nicht nur häufiger, sondern zunehmend heftiger miteinander streiten.

Irgendwann läuft einfach nichts mehr, außer die Waschmaschine.

 

Wenn die Familie zur Belastung wird

Wie sich eine Paarbeziehung entwickelt, wenn ein Kind dazu kommt, hängt stark davon ab, wie gut die Partner es vorher verstanden haben, Einvernehmen herzustellen.

Kinder sind nicht das Problem, doch sie decken bereits vorhandene Probleme auf und verschärfen sie. Entscheidend ist, den Gesprächsfaden nicht abreißen zu lassen.

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Paare mit Kind haben verschiedene Möglichkeiten, sich darum zu bemühen.

Manche engagieren einmal im Monat einen Babysitter und gehen aus, andere führen einen Fernsehfreien Abend in der Woche ein, um miteinander zu reden.

Durch Reden und Zuhören, mit der aufrichtigen Bereitschaft, Nachlässigkeiten und Verwirrung zuzugeben, über Geld und Sex, über offene Zahnpasta Tuben und über die Frage, wie man vor Gästen miteinander redet, gewinnt man ein besseres Verständnis füreinander.

 

Das Herzstück einer Familie ist das Paar, die Eltern!

Dies vergisst man nämlich leicht im Drunter und Drüber des Familienlebens, den ungewöhnlichen Schlafgewohnheiten der ersten Monate und der brüllenden Unerbittlichkeit, mit dieser der kleine Tyrann Tag und Nacht über die Erfüllung seiner Wünsche wacht.

Aber auch in den Streitereien um seine Socken, ihre Mutter und die Frage, ob es wirklich gleich viel wert ist, ob man mit der Aktentasche oder dem Wischlappen für die Familie sorgt, gerät leicht in den Hintergrund, dass das Familienleben ein Fall für zwei ist.

Wer einen klaren Sinn für den Wert seiner Familie entwickelt hat, ist gegen viele Fehltritte gesichert.

 

Selbstbestimmt trotz Kind?

Das Leben mit einem Kind muss eingebettet bleiben in ein Leben als Erwachsener. Dazu gehören ein Beruf und eigenes Geld, ungestörte Zweisamkeit und eigene Wünsche, Hobbys und Freunde. Kinder sind eine Bereicherung, aber noch lange kein Ersatz für das Erwachsenenleben!

 

So gelingt es Ihnen, dass Ihr Baby das Familienleben bereichert

Das lang ersehnte Baby ist unterwegs und die Sorgen um die Beziehung werden immer größer. Damit es nicht so weit kommt, dass das kleine Wesen die Beziehung in den Abgrund zieht, kann man als werdende Eltern und vor allem als Paar schon vorher etwas unternehmen.

 

Das Zauberwort lautet: Kommunikation!

 

Versuchen Sie realistisch auf das zu blicken, was Ihnen bevorsteht.

Mit den nachfolgenden Tipps können Sie sich darauf vorbereiten, Ihre Beziehung, auch mit Kind, erfolgreich zu meistern und weiterzuführen.

  • Bereits vor der Geburt, sollten Sie sich über die Arbeitsaufteilung unterhalten.

Wer bleibt zu Hause? Wer geht arbeiten? Wer kümmert sich um den Haushalt? Wer übernimmt die Einkäufe? Beachten Sie, dass keine dieser Entscheidung auf ewig sind und man in regelmäßigen Abständen schauen sollte, ob es dem Partner damit gut geht oder man die Aufgaben nochmal neu verteilen sollte.

 

  • Bereiten Sie sich vor! Was kommt auf uns zu?

Besuchen Sie doch gemeinsam einen Geburtsvorbereitungskurs oder statten Sie einfach mal Freunden mit Kindern einen Besuch ab. Meist stellt man sich das Leben mit Kind viel einfacher vor, als es ist!

Sollten Sie keine Kleinkinder im Freundes- oder Bekanntenkreis haben, können Sie vielleicht einfach mal in einer Kindertagesstätte hospitieren.

 

  • Die ersten Wochen sollte man gemeinsam verbringen! Der Partner, der Arbeiten geht, kann für diese Zeit Urlaub nehmen oder sich ein paar Wochen Elternzeit beantragen.
  • Planen Sie Zeiten für „Dates“ ein. Die Beziehung muss, trotz Baby, gepflegt werden! Fragen Sie Oma und Opa oder engagieren Sie einen Babysitter. Auch wenn es nur für ein bis zwei Stunden ist. Die Zeit mit Ihrem Partner ist mit Baby noch wertvoller!
  • Halten Sie sich stets vor Augen: Die Situation ist neu und jeder gibt sich die größte Mühe! Loben Sie Ihren Partner und seien Sie stets wertschätzend ihm gegenüber. Vermeiden Sie Nörgeleien!
  • Reden Sie miteinander! Und zwar nicht nur über das Baby. Sprechen Sie über Gefühle, Gedanken und das Leben. Zeigen Sie Interesse am anderen und freuen Sie sich über gemeinsame Zeit.

  

Die erste Zeit mit Kind kann sehr schwierig werden. Sie werden gute und schlechte Zeiten mit Ihrem Partner erleben. Das Wichtigste hierbei ist, immer an einem Strang zu ziehen und sich Zeit für sich selbst zu nehmen. Nur so können Sie Ihre Beziehung, für das was alles noch kommt, stärken!

 

Wenn der Alltag in der Familie zu stressig wird

Unser Alltag ist generell viel stressiger, als früher. Viele Eltern versuchen Familie, Beruf und Freizeit unter einen Hut zu bringen.

Die berufliche Tätigkeit kann noch ganz gut geplant werden, die Freizeit wird häufig hintenangestellt. Aber die Familie lässt sich nur sehr eingeschränkt planen.

Dazu gibt es zu viele unkalkulierbare Faktoren, die das Familienleben plötzlich umschmeißen. Ein erkältetes Kind, ein Kuchen, der noch schnell für das Fußballspiel des Kindes gebacken werden muss, oder die spontane Einladung einer Kindergartenfreundin Ihrer Tochter.

All diese Ereignisse können plötzlich auftreten und bringen Ihren Tagesplan durcheinander.

Aber nicht nur den. Der geplante gemeinsame Nachmittag mit dem Partner fällt ins Wasser, der Kinoabend kann nicht stattfinden und abends kümmern Sie sich auch noch um Ihr krankes Kind, sodass Sie und Ihr Mann in getrennten Betten schlafen.

Schnell passiert es, dass der Familienstress die Liebe einholt.

Zeit mit dem Liebsten ist dann keine mehr da.

Aber was kann man gegen diesen Familienstress tun? Gibt es eine Möglichkeit, dass der Stress meine Beziehung nicht komplett aus der Bahn wirft?

Ja! Und es gibt nicht nur eine Möglichkeit, sondern mehrere.

 

Stress in der Familie vermeiden

Nachfolgend möchte ich Ihnen 10 Tipps mit auf den Weg geben, wie Sie es schaffen können, vorprogrammierten Stress und Streit zu vermeiden und somit mehr Zeit mit Ihren Liebsten zu verbringen.

  • Planen Sie den nächsten Tag bereits am Vorabend. Am besten gemütlich mit einer Tasse Tee.
  • Stellen Sie Ihren Wecker etwas früher, damit Sie morgens ausreichend Zeit für die wichtigen Dinge haben.
  • Bauen Sie in Ihren Tagesplan zeitliche Puffer für unvorhersehbares ein. Verläuft der Tag nach Plan, nutzen Sie die übrig gebliebene Zeit mit Ihrem Partner!
  • Führen Sie Aufgaben nicht länger als geplant aus. So geraten Sie schnell wieder in Stress.
  • Teilen Sie die Aufgaben auf. Das Abendessen kann auch mal die große Schwester übernehmen. Sie können die Zeit mit Ihrem Liebsten verbringen.
  • Lernen Sie „Nein“ zu sagen! Haben Sie geplant, mit Ihrem Mann den Urlaub zu planen, müssen die Kinder mal eine Stunde alleine spielen.
  • Führen Sie Rituale ein. Feste Essens – und Schlafenszeiten machen den Tag stressfreier und es bleibt genügend Zeit für anderes.
  • Bilden Sie Fahrgemeinschaften mit anderen Eltern. Muss der Kleinste zum Musikkurs, kann heute vielleicht mal die Mama von Ben die Kinder dorthin fahren.
  • Versuchen Sie das Wochenende nicht zu verplanen. Vielleicht können die Kleinsten einen Tag mit Oma und Opa verbringen, damit Sie und Ihr Partner Zeit zu zweit haben.
  • Bleiben Sie stets flexibel! Nur so können Sie unnötigem Familienstress entkommen.

 

Natürlich werden Ihre Kinder immer und zu jeder Zeit Ihre Aufmerksamkeit fordern. Es liegt an Ihnen, sich die Zeit frei zu schaufeln, die Sie mit Ihrem Liebsten verbringen möchten.

Oftmals entsteht durch den Familienstress auch dicke Luft zwischen Mann und Frau. Man streitet sich, redet kaum noch miteinander und auch die körperliche Anziehung lässt nach.

Familienstress kann Ihre Beziehung auf eine harte Probe stellen. Wichtig ist, sich immer wieder klar zu werden, dass man nicht nur Mutter / Vater ist, sondern auch Partnerin / Partner.

Holt der Familienstress die Liebe ein, liegt es an beiden Eltern, sich davon zu befreien und Zeit für sich zu haben.

Sehr oft vernachlässigt man den Partner so sehr, dass es nicht mehr lange dauert, bis die Beziehung in die Brüche geht.

Vergessen Sie nie:

Kinder sind ein Segen, aber ohne den Partner würde es sie gar nicht geben!

Zeigen Sie deshalb auch Ihrem Partner immer und immer wieder, was er Ihnen bedeutet. Nur so können Sie es schaffen, lange Zeit eine glückliche Familie zu bleiben!

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