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Was tun bei einem Pseudokrupp Anfall?

Pseudokrupp-Anfall - Was tun?

Vor ein paar Tagen hatte meine Tochter nachts einen sehr schlimmen Hustenanfall. Der Husten klang ganz rau, bellend beinahe wie eine Seerobbe. Ihr Atem rasselte und beim Husten hatte sie Probleme mit der Atmung. Ich habe ihr Tee angeboten, sie mit in unser Bett genommen und sie beruhigt. Sie hat dann weitergeschlafen, doch der Atem ging weiter rasselnd. Morgens war sie noch immer ganz heiser und krächzte beim Reden.

Ich dachte an einen „normalen“ Husten und ging mit ihr zur Kinderärztin um sie abhorchen zu lassen. Ich sollte der Ärztin den Husten schildern, da sie schon bei ihrer Stimme meinte, dass das kein normaler Husten war.

Nachdem ich ihr den Hustenanfall beschrieben hatte, stand die Diagnose: Sie hatte einen Pseudokrupp Anfall. Das war erstmal ein Schock, ich hatte nie was davon gehört und bekam natürlich gleich Angst. Sie meinte, dass der Anfall wohl so schnell vorbei war, lag daran, dass es in unserem Schlafzimmer recht kalt war (wir schlafen bei gekipptem Fenster).

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Doch nun möchte ich euch zunächst mal schreiben, was Pseudokrupp ist. Um es nicht falsch rüber zu bringen, hier der Link zu Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Pseudokrupp

Dieser Husten steckt also nicht im Hals oder der Lunge, sondern im Kehlkopf und da dieser noch zu klein ist, kommt es zur Atemnot.

Unberechenbar sind die Anfälle dadurch, dass man nicht weiß, wann der nächste kommt. Die Ärztin meinte, manche Kinder haben es nur einmal, andere wiederrum alle paar Wochen und wieder andere nur 1-2 mal pro Jahr. Am häufigsten treten die Anfälle beim Wechsel der Jahreszeiten auf- Sommer- Winter, wegen der trockenen luft und der ohnehin höheren gefahr durch Viren.

 

Was tun, wenn ein erneuter Pseudokrupp-Anfall kommt?

Ich habe Zäpfchen mitbekommen (Rectodelt), da sind zwei Stück drin, und ich soll immer darauf achten, eins im Haus zu haben. Bekommt sie einen Anfall, als erstes Zäpfchen geben, dann Mütze aufsetzen, Jacke an – oder in Decke mummeln – und raus auf den Balkon oder ans offene Fenster stellen. Passiert es im Sommer, Kind auf den Arm nehmen und vor den offenen Kühl- oder Gefrierschrank stellen. Ganz wichtig dabei ist, selbst ruhig zu bleiben und das Kind beruhigen. Außerdem kalten Tee in kleinen Schlucken anbieten. Sollte der Anfall nach einer halben Stunde nicht abgeklungen sein, den Notarzt rufen, der würde das Kind mit in die Klinik nehmen, wo es spezielle Medikamente inhalieren muss. In den meisten Fällen darf das Kind direkt anschließend wieder mit nach Hause.

Vorbeugen kann man einen Anfall nicht, aber man kann zum Beispiel feuchte Tücher im Zimmer aufhängen, um trockene Luft zu vermeiden, außerdem das Kinderzimmer vorm Schlafengehen gut lüften. das Kind sollte vitaminreich und abwechslungsreich essen und viel an der frischen Luft spielen. Und auch wenn es selbstverständlich sein sollte, sei erwähnt, dass man in der Wohnung nicht raucht.

Ich hoffe mit meinem Beitrag anderen die Angst etwas nehmen kann. Ich bin nach dem ersten Schock nun beruhigter, weil ich weiß was zu tun ist und mich ausführlich informiert habe. Trotz allem schlafe ich unruhig und horche nachts oft bei ihr. Sie schläft mit offener Tür direkt neben unserem Schlafzimmer, doch wir planen einen Umzug. dann ist ihr Kinderzimmer eine Etage tiefer. Nach langem Überlegen, haben wir uns entschieden, ein kleines Bettchen mit ins Schlafzimmer zu stellen, und sie in den Zeiten, wenn sie erkältet ist, bei uns schlafen zu lassen, um schneller reagieren zu können. Und für die Zeit, wo sie bei sich im Zimmer schläft, stellen wir ein Babyfon neben ihr Bettchen.

 

Wie sind deine Erfahrungen mit Pseudokrupp-Anfällen? Welche Kniffs und Tricks kennst du noch? Ich freue mich über eure Kommentare!

 

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