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Abenteuer Naturspielplatz: im eigenen Schrebergarten?

Abenteuer Naturspielplatz.

Wer kennt sie nicht: Geschichten und Abenteuer aus der Natur von damals. Viele Eltern, Großeltern und erzählen sie immer und immer wieder: damals im Wald, am Fluss, am Strand, im Wiesengrund und und… Aber wo sind diese Erlebnisse heute? Gibt es sie überhaupt noch? Wo spielen Kinder heute? Ist das Spielen in der Natur heute wirklich gefährlicher, als damals?

Es scheint Naturspielplätze sind vorm Aussterben bedroht? Großstadtmenschen bejahen dies durchaus, denn schließlich sind daran meist ganze Familienausflüge gekoppelt. Im Gegensatz dazu scheint das Kind vom Dorf in einem Spielparadies zu wohnen: Wenig Autos und künstliche Gefahren. Stattt desen viele Hügel, Wiesen, Berge, Bäume, Sträucher, Matsch und Pfützen… Eine prompte Einladung zum Experimentieren!

Wilde Natur ist gefährlich? – Stimmt das wirklich?

Bereits wissenschaftliche Studien zeigen, dass Kinder, welche in einer natürlichen Umgebung aufwachsen – also zum Beispiel frei von künstlich gestalteten Spielplätzen – sehr zeitig lernen, Gefahren selbst zu erkennen und entsprechend auf sich allein aufzupassen. Ebenso lernen die kleinen Sprösslinge schnell nur da hoch zu klettern, wo sie auch irgendwie sicher wieder allein runterkommen. Statistisch gesehen sind so zum Beispiel die „sicheren“ Kunststoffplatten auf künstlich angelegten Spielterrains für Kinder viel gefährlicher, als das Spielen auf natürlichem Boden.

Ab welchem Alter darf mein Kind in die Natur?

In die Natur kann man mit Kinder in jedem Alter gehen. Gemäß ihrem Entwicklungsstand nehmen sie andere Details wahr: Babys beruhigen sich und schlafen in einer zwitschernden, frischen und grünen Umgebung. Kleinkinder sind immer überrascht, wenn plötzlich ein Vögelchen um die Ecke kommt. Es scheint gerade so, als hätte die Natur immer wieder neue unvorhersehbare Dinge zu bieten. Ab dem Kindergartenalter geht es dann beim freien Spiel draußen schon ein wenig flotter zu: es werden Stöcke gesucht, Höhlen gebaut und Picknicks gemacht. Folglich bietet sich ein Naturspielplatz für jedes Alter etwas. In Mecklenburg-Vorpommern sind zum Beispiel Waldkindergärten noch rar, jedoch dürfen Kinder bereits ab zwei Jahren einen solchen laut Gesetz besuchen.

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Lernen: all inclusive.

Natürlich kann ein Kleinkind auch auf einem „normalen“ Spielplatz die frische Luft spüren und andere beim Spielen beobachten. Der Unterschied zum Naturspielplatz oder zur freien Natur besteht vielmehr darin, dass es keine von Erwachsenen konstruierten Gegenstände gibt. Denn diese Spielgeräte haben meist nur eine ganz bestimmte Funktion: schaukeln, wippen oder klettern. Zudem sind diese Gebiete hierzulande meist feinstens gesäubert: kein Stock, keine Matschpfütze, keine größeren Steine, kaum Unebenheiten. Entspricht dies jedoch nicht eher der Vorstellung Erwachsener?
Brauchen Kinder mehr Freiheit? – Ja, natürlich! Sie haben die besondere Aufgabe, jeden Tag etwas neues zu erforschen, auch mal unebene Wege zu gehen. Genau das bietet ihnen das Spiel in der wirklichen Natur: Hier können Kinder ausprobieren und vor allem selbst formen. Sie können mitgestalten und das lernen, was sie gerade benötigen. Zudem bekommen sie gleich noch eine extra Portion an motorischer Förderung mit auf dem Weg. In der Stadt sind die meisten Wege ebengradig. Bei Wald, Wiese und Strand sieht das anders aus: da geht es hoch, mal runter. Manchmal sind kleine Wege erst selbst anzulegen. Aha! Kinder müssen in der Natur also richtig aktiv werden!

Kinder sind unsere Zukunft!?

Na dann haben wir aber noch viel zu tun! Wir schwärmen noch heute von unseren Kindheitserlebnissen in Wald und auf der Heide. Die Natur ist heute nicht gefährlicher, nur die Städte haben immer mehr Pflaster und Autoverkehr.
Wie bitte soll also in der Stadt ein Naturspielplatz hergezaubert werden? Was kann man tun?
Genau hier sind Eltern und Familien gefragt: Städte brauchen mehr Grünflächen mit Sträuchern zum Verstecken und und und… Natürlich kann die große Politik dazu eingeladen werden. Jedoch müssen wir Erwachsenen jetzt aktiv werden, schließlich brauchen unsere Kinder jetzt eine Spielumgebung. Kann diese in Kleinformat, aber wirklich kindgerecht vielleicht im eigenen Kleingarten angelegt werden?

3 praktische Tipps: Naturspielplatz im eigenen Schrebergarten anlegen?

Kinder brauchen von Natur aus keine speziellen Spielgeräte im Garten. Sie lernen von ihren Eltern, Großeltern und vor allem voneinander. Aus diesem Grund genügt eine Grundausstattung an Schaufel, Eimer, Sieb & Co. Kleine Schätze wie besondere Steinchen, Muscheln, Äste fügen die Knirspe und größeren Kinder mit Vergnügen selbst hinzu.

Ebenso kann der fast altmodisch gewordene Sandspielkasten durch ein kleines „Ackerstück“ für die Kinder sehr kostengünstig, aber mit Pfiff, ersetzt werden.

Kinder genießen ihren Freiraum. Sie wollen gern auch mal allein spielen, ohne dass wir Großen Kommentare und Ideen hinzufügen. Deshalb bietet sich ein kleines geschützes Kinderplätzchen im Garten an, welches von Erwachsenen auch aus ein wenig Entfernung eingesehen werden kann, jedoch den Kindern das Gefühl von Freiheit bieten kann. Vielleicht hat dieser Platz auch einen kleinen Busch zum Verstecken?

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