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Kleine Spielchen für unterwegs

Titelbild: Kleine Spielchen für unterwegs. Kind mit Auto.

Wenn einer eine Reise tut …

… dann kann er ständig fragen: Sind wir schon da? (Alternativ: Wann sind wir da?)
Kennt ihr das? Unser großer Räuber ist so ein Experte. Er kann stundenlang wach bleiben. Mal 8 Stunden an die Nordsee fahren? Kein Problem! Selbst mitten in der Nacht. Und dann, bei Überquerung der Zielorteinfahrt einschlafen.
Doch wie beschäftigt man die Kinder während der Fahrt, wenn man nicht unbedingt auf Tablet, Handy oder CD-Player zurückgreifen will?

 

Wir stellen euch hier ein paar kleine Spiele vor, die ihr ohne große Vorbereitung auf eurer Reise mit den Kindern spielen könnt und somit zumindest eine Zeit lang der Frage entgeht: Sind wir schon da?

 

Am Beliebtesten: Das Farben-Bingo

Jeder Spieler bekommt eine Farbe zugeteilt, z.B. rot, grün, blau …
Und schon geht es los.
Sobald der Spieler »seine« Farbe entdeckt, bekommt er einen Punkt. Bei einer roten Ampel bekommt z.B. Spieler »Rot« einen Punkt. Wenn ein blaues Auto die Straße kreuzt, bekommt Spieler »Blau« den Punkt. Der Spielleiter (oder jedes Kind selbst, je nach Alter), kann eine Strichliste führen. Wer die meisten Punkte nach einer gewissen Strecke hat, hat gewonnen.
Für größere Kinder können die »Farbspiele« auch abgewandelt werden. Kennt es sich z.B. in Automarken gut aus, kann es einen Spieler »Mazda« oder »Ford« geben. Auch mit Gebäuden, z.B. Kirchen oder Einkaufsläden lässt sich dieses Spiel spielen.

Rate mal!

Auf der Fahrt in den Urlaub ist man nicht zwangsweise auf der Überholspur aktiv (es sei denn, man droht den Flieger zu verpassen …)
Hier bietet es sich an, zu raten, welches Auto (welche Autofarbe) einen als nächstes überholt. Derjenige mit den meisten richtigen Tipps hat gewonnen.

Das Ja-Nein-Spiel

Höchste Konzentration für kleine Plappermäulchen! Wetten, dass es gar nicht so einfach ist, Fragen ohne die Wörtchen »ja« und »nein« zu beantworten?
Abwechselnd werden Fragen gestellt. Z.B. Freust du dich auf den Urlaub?
Wenn der Befragte nun mit »ja« (oder »nein«, was wir nicht hoffen ;)) antwortet oder gar nicht, hat er verloren. Er muss sich nun konzentrieren und eine Antwort zusammenstellen, z.B. »Natürlich freue ich mich«.
Es können die tollsten und lustigsten Sätze entstehen und der Sprachschatz wird zugleich erweitert. Möchtet ihr es besonders kniffelig machen, dürft ihr auch noch weitere Worte verbieten, z.B. natürlich, na klar usw. und eine Mindestanzahl an Worten für die Antwort festlegen.

Geschichten erzählen

Klingt einfach und eintönig? Irrtum! Denn was kommt zusammen, wenn es mehrere Erzähler in einer Geschichte gibt? Na klar: absoluter Quatsch! Und das kann ganz schön lustig werden.
Jeder darf einen Satz zur Geschichte beisteuern. So geht es rundherum.
Der Erste könnte beginnen mit: Die Schnecke Frieda machte einen Ausflug an den Strand.
Der Nächste setzt die Geschichte fort: Dort stolperte sie über einen Piratenschatz und brach sich das linke Ohr dabei.

Wortschlangen bilden

Hier gibt es verschiedene Varianten. Für die Kleineren ist diese Version die einfachste:
Der Erste sagt ein Wort vor. Z.B. Haus.
Der nachfolgende Spieler muss nun ein Wort finden, das mit »S« beginnt. z.B. Sand.
Der Nächste ein Wort mit »D« usw.
Sind die Kinder schon größer, könnt ihr dieses Spiel auch mit Wortteilen spielen.
Z.B. Aus »HochHAUS« wird »HAUSmeister« usw.

Kleine Überraschungspäckchen

Dies erfordert ein wenig Vorbereitung zuhause. Nimm kleine Papiertüten (oder was du sonst hast, z.B. Gefriertüten, kleine Schächtelchen) und verpacke in jedes Päckchen eine Kleinigkeit. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Mal kann es ein kleines Spielzeug sein, mal etwas zu naschen … Auf die Tüten malst du je ein anderes Symbol. z.B. Eine Sonne, ein lachendes Gesicht, ein Auto …
Auf einer ausgedruckten Karte (oder einem Autoatlas) zeichnest du die Route ein, die ihr bis zum Urlaubsort zurückzulegen habt. Auf dieser Route legst du Abschnitte fest, z.B. nach 50km, nach 75km, nach 100km … Jedem dieser Abschnitte weist du ein Symbol zu, das auf den Tüten steht.
Dein Kind bekommt die Karte und bei jedem Abschnitt das entsprechende Überraschungspäckchen. So macht das Warten doch gleich viel mehr Spaß und es bekommt eine gewisse Vorstellung von Entfernungen und Zeiten.

Basteleien für unterwegs

Der Liebling bei unserem großen Räuber. Wir haben es zuerst lediglich mit Alufolie gemacht und sind dort auch nur durch Zufall drauf gestoßen, als wir die mitgebrachten Brötchen an einer Raststätte vernascht haben. Aus Alufolie lassen sich wunderbare Dinge »modellieren«. Egal ob Ball oder Schwan – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die Alufolie hat zwar nicht das längste Leben, aber das muss sie ja auch gar nicht. Und zum Schluss lässt sie sich wunderbar in »Schneeflocken« verwandeln (Letzterer Satz ist sarkastisch gemeint ;))
Eine Freundin wies mich darauf hin, dass man dies auch mit Pfeifenreinigern machen kann. Damit bleibt einem der »Spaß« mit dem »Schnee« erspart 😉

Und natürlich der Klassiker: Ausmalbilder

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