Gemeinsame Aktivitäten

So vertragen sich Hunde und Kinder

Überlegungen vor der Anschaffung eines Familienhundes.

Fast jedes Kind wünscht sich irgendwann ein Haustier. Und zahlreiche Expertenmeinungen belegen, wie vorteilhaft sich die Beziehung zu dem Vierbeiner auf die Entwicklung der intellektuellen und sozialen Kompetenzen des Kindes auswirkt. Durch die Verantwortung für einen Hund werden Kinder motiviert, sich draußen zu bewegen. Sie neigen weniger dazu, zuviel Zeit vor dem Bildschirm zu verbringen. Der Hund bewahrt Kinder davor, in die soziale Isolation zu geraten. Andererseits hört und liest man viel darüber, dass die Beziehung von Hund und Kind durch Konkurrenz und Konflikte geprägt sei. Die Anschaffung eines Hundes will immer gut überlegt sein, dies gilt besonders, wenn Kinder im Haus sind.

Überlegungen vor der Anschaffung eines Familienhundes

Alle Mitglieder der Familie sollten mit der Anschaffung eines Hundes einverstanden sein. Es hat wenig Sinn, wenn über die Ängste einzelner hinweg gegangen wird. Die Wohnung sollte eine artgerechte Hundehaltung erlauben und der Zeitaufwand, der für die Versorgung eines Tieres notwendig ist, darf nicht unterschätzt werden. Auch sollte vor der Anschaffung geklärt sein, wer welche Aufgaben realistisch übernehmen kann. Kindliche Versprechungen, die im Eifer der Vorfreude getan werden, sollten dabei von den Eltern kritisch betrachtet werden. Dennoch dürfen die guten Vorsätze und Absichten des Kindes nicht vorschnell entmutigt werden. Ein Vorschul- oder Grundschulkind ist mit der Verantwortung für einen Hund auf jeden Fall überfordert. Trotzdem sollte das Kind auch jetzt schon kleinere Aufgaben übernehmen. Es wird in die Beziehung zum Tier hinein wachsen und sich seiner Verantwortung mehr und mehr bewusst werden.

Erst mit etwa 12 Jahren sind Kinder so weit, sich weitgehend eigenverantwortlich um einen Hund kümmern zu können. Auch sollte man sich darüber im Klaren sein, dass Hunde 15 Jahre oder älter werden können. Sehr wahrscheinlich wird der Hund noch da sein, wenn der Filius selbst bereits zum Studium in eine andere Stadt gezogen ist.

Überlegungen vor der Anschaffung eines Familienhundes
Überlegungen vor der Anschaffung eines Familienhundes

Was bedeutet das Zusammensein mit Kindern für den Hund?

Gerade kleinere Kinder sind für Hunde verwirrend. Sie sind laut, hektisch, oft grob und unkoordiniert. Ungestüme Annäherungsversuche der Kleinen, die den Hund für ein richtig süßes Kuscheltier halten, sind für den Hund im harmlosesten Fall eine Störung und Belästigung. Im schlimmsten Fall fügen die Kinder ihm Schmerzen zu oder er fühlt sich angegriffen. Kinder begreifen nicht, dass der Hund sie nicht versteht.

War der Hund da, bevor ein Kind geboren wurde, ist es wichtig, ihm positive Erfahrungen mit dem Kind zu vermitteln. Wenig Sinn haben Versuche, das Kind dem Hund gegenüber in der Rangordnung der Familie höher zu stellen. Der Hund wird sich bei jüngeren Kindern nicht darauf einlassen. Ebenso wie Welpen eine Position außerhalb der Rangordnung im Rudel einnehmen, versteht der Hund, dass Kinder ihm in vieler Hinsicht unterlegen sind. Auf gar keinen Fall dürfen Hunde mit kleineren Kindern alleine gelassen werden. Auch wenn die beiden sonst ein positives Verhältnis haben, fühlt der Hund sich vielleicht für das Kind verantwortlich und wird sich um das Kind kümmern wollen, als sei es ein Welpe. Solche Erziehungsversuche des Hundes wiederum sind für das Kind jedoch oft gefährlich.

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