Schmerzende Mutterbänder in der Schwangerschaft

Zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2021

Dass eine Schwangerschaft gerne mit körperlichen Komplikationen einhergehen kann, wirst Du mit Sicherheit wissen. Hier wird das Thema Mutterbänder behandelt, was oft mit Schmerzen verbunden wird. Was sind diese Mutterbänder überhaupt und ist es normal, wenn man da Schmerzen verspürt? Hier gibt es Antworten.

Was sind Mutterbänder?

Mutterbänder sind letztlich nichts anderes als starke Muskelfaserstränge in deinem Körper, genauer gesagt an deiner Gebärmutter, um diese aufrecht und nach vorne gebeugt zu halten. Von den beiden Gebärmutterseiten reichen sie bis zum Schambein und sorgen also für Stabilität und sind unverzichtbar. Soweit, so normal. Es gibt ein rundes Mutterband und ein breites Mutterband. Das runde Mutterband reicht von der rechten und linken Seite vom oberen Drittel der Gebärmutter bis zum unteren Becken, verwachsen mit dem Bindegewebe der großen Schamlippen deines Körpers. Und das breite Mutterband verläuft rechts und links zum seitlichen Beckenrand.

Wie Du siehst, haben die Mutterbänder eine unverzichtbare Funktion in Deinem Körper und alles wird in Haltung bleiben, auch wenn Du Dich bewegst.

Ich habe Schmerzen!

Die Gebärmutter wird während der Schwangerschaft gedehnt. Sie wird größer und schwerer und damit erzählt man Dir als werdende Mutter sicher nichts Neues, aber dabei werden nun mal auch die besagten Bänder beansprucht, gedehnt und gefordert. Es kann zwischen der 17. und der 24. Woche der Schwangerschaft zu einem Stechen oder Ziehen und krampfartigen Schmerzen im Unterbauch kommen. Das kannst du in der Leiste spüren. Sie können auch bis in das Kreuzbein ausstrahlen. Die Schmerzen entstehen meist, wenn die Gebärmutter wächst und sich ausdehnt, aber auch, wenn Du Dich körperlich überlastest. Deshalb solltest Du in der Zeit nicht so viele Dinge körperlich erledigen, sollte es sich vermeiden lassen. Später werden sich die Mutterbänder auch wieder lockern.
Wie Du siehst, sind solche Schmerzen absolut natürlich und ein Teil des Veränderungsprozesses, der Deinen Körper erfasst hat. Alles normal und alles gut. Du musst Dich also nicht in Sorgen vergraben, sollten Schmerzen auftreten. Sollten die Schmerzen in Deinem Empfinden jedoch ungewöhnlich groß sein, was sein könnte, kläre es ab, denn es könnte ja dennoch etwas anderes im Körper los sein, eine Entzündung oder ähnliches. Keine falsche Scham.

 

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Was kannst Du tun?

Auch wenn die Schmerzen normal sind, bist Du ihnen natürlich nicht vollkommen schutzlos ausgeliefert.
Wie vorhin schon angesprochen solltest Du Belastungen vermeiden. Dann bist Du nicht faul, denn Du bist schwanger und das ist jetzt Dein Job. Gönne Dir die nötige Ruhe, die Dein Körper einfordert. Rückenlage, Wärme und eine Massage der Leistengegend können helfen, damit Du entspannst und die Bänder sich wieder lockern. Die Schmerzen sollte das in Grenzen halten oder gar ganz verschwinden lassen. Du solltest auch ungünstige Positionen wie ein Hohlkreuz vermeiden, hohe Absätze sollten erst mal Geschichte sein.

Wann ist das denn vorbei?

Vorhin wurde schon erwähnt, dass es meist zwischen der 17. und der 24. Woche auftritt. Also in einer Wachstumsphase, wenn sich der Körper noch umstellen muss. Nach jener 24. Schwangerschaftswoche sollten die Schmerzen also abklingen und Du solltest beobachten, ob das auch wirklich passiert. Wenn nicht, kläre es mit einer Hebamme oder dem Arzt ab.

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