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Im Interview: Autorin Nancy Noack mit ihrem Buch „Kinderwunsch“

Interview mit Nancy Noack

Nancy Noack: Eine Autorin erzählt von ihrem schweren Weg zum Wunschkind

Ein Kind aufwachsen zu sehen, das ist das Schönste, was einem im Leben widerfahren kann. Doch was ist, wenn es mit dem Kinderwunsch nicht klappt?

Es gibt so viele Paare da draußen, bei denen der Kinderwunsch auf sich warten lässt.

Dass diese nicht allein dastehen, das möchte Nancy Noack in ihrem Buch „Kinderwunsch: Der harte Weg zum Wunschkind“ aufzeigen.

Nancy Noack war lange in ihrem Wunsch, endlich Mama zu werden, gefangen. Monate und Jahre zogen ins Land. Ihre Erfahrungen schrieb sie nieder.
Wir, von familienpuzzle.de, durften die Autorin interviewen.

Nancy Noack mit ihrem Buch "Kinderwunsch - Der harte Weg zum Wunschkind"
Nancy Noack mit ihrem Buch „Kinderwunsch – Der harte Weg zum Wunschkind“

Das Interview mit Nancy Noack

Nancy, habe vielen lieben Dank, dass du dich für dieses Interview bereit erklärt hast.

Ich bin mir sicher, dass deine Erfahrungen sehr vielen Frauen Mut machen wird, damit auch sie den harten Weg zum Wunschkind meistern werden.

 

Magst du dich selbst einmal kurz vorstellen?

Erstmal vielen Dank für die liebe Interviewanfrage! Ich bin eine Berliner Autorin 38 Jahre alt, verheiratet und mittlerweile Mama von zwei supersüßen Töchtern. Um meinen Kinderwunsch zu erfüllen, musste ich einen sehr komplizierten Weg gehen. Und wie sollte eine Autorin so etwas anders oder besser verarbeiten, als darüber zu schreiben?

 

Nancy, was ging in dir vor, als du erfahren hast, dass ihr Hilfe benötigt, um schwanger zu werden?

Im ersten Moment fühlte ich mich so, als wäre ich keine richtige Frau. Der Kinderwunsch hatte sich zu dem Zeitpunkt schon stark manifestiert. Dass ich nicht mal eben so schwanger werden könnte, war wie ein Schlag ins Gesicht für mich. Der zweite Gedanke war: „Bin ich trotzdem Frau genug für meinen Mann?“

 

Ich kenne die Problematik mit der Kinderwunschklinik leider selbst auch sehr genau. Auch, dass man sehr schnell an sich selbst zweifeln kann. Was hat man in seinem Leben eventuell falsch gemacht? Warum muss einem das gerade passieren?
Hattest du jemals das Gefühl, dass du als Mutter versagst, noch bevor du überhaupt schwanger geworden bist?

Natürlich schlich sich der Gedanke ein, ob eine höhere Macht nicht doch über einem bestimmt und dafür sorgt, dass ich keine Mutter werden kann. Mit dem Grund, dass ich vielleicht gar nicht fähig wäre, eine gute Mama zu sein. Aber das war bei mir nur ein flüchtiger Gedanke. Ich war mir sicher, dass mein Mann und ich gute Eltern sein können, wenn man es uns nur erlaubt.

 

In Deinem Buch schreibst du über deinen langjährigen Kinderwunsch, über Hormon- und andere Behandlungen sowie unzählige Besuche bei Ärzten und Spezialisten. Wenn du heute zurück schaust, was war für dich und deinen Mann die größte Belastung – und was die größte Herausforderung?

Die größte Belastung geht von der Psyche aus, finde ich. Na klar, man hat viele Arztgänge und einiges an Papierkram und auch Kosten kommen auf einem zu. Dennoch liegt die größte Herausforderung darin, die Psyche unter Kontrolle zu behalten. Es ist schwer, nicht zu viel nachzudenken. So viele Fragen im Kopf, so viele Gedanken und die große Angst, dass alles umsonst ist. Es ist auch allein wegen der ganzen Hormone schon eine unglaubliche Herausforderung nicht durchzudrehen. Ich sage immer, so eine Behandlung schweißt das Ehepaar entweder zusammen oder es kommt zur Trennung. Es ist eine Belastungsprobe für die Beziehung, die wir zum Glück gemeistert haben.

 

Was hat dir, bzw. euch, durch diese schwere Zeit geholfen?

Wir haben uns gegenseitig geholfen und unterstützt. Zusammenhalt ist in dieser Situation einfach das Wichtigste. Und mir hat das Schreiben sehr viel geholfen. Mein Buch entstand teilweise begleitend zu meiner Behandlung in der Kinderwunschklinik. Oftmals habe ich einfach alles direkt aufgeschrieben, was mir im Kopf herumging. Dies finden viele Leser auch so toll an dem Buch, dass es eben so wie in dem Moment gedacht, auch geschrieben ist. Andere wiederum finden dass negativ an meinem Werk.

 

Gab es Unterstützung von Außen? Durch Familie, Freunde, aber auch eventuell gezielte psychologische Angebote?

Nein, mein Mann und ich haben uns da alleine durchgekämpft. Wir hatten eine supertolle Bearbeiterin bei der Krankenkasse und die Ärztin in der Kinderwunschklinik war auch sehr einfühlsam, sodass diese beiden Personen im Prinzip auch psychisch gesehen gut auf uns eingingen. Ich hatte noch eine Arbeitskollegin, die Bescheid wusste und öfter mal nachfragte. Aber ansonsten wusste niemand von unserem Vorhaben. Wir wollten weder Familie noch Freunde etwas davon erzählen, da wir eben nicht ständig Fragen beantworten wollten. Wir wollten es erstmal schaffen.

 

Welche Unterstützung hätten sich dein Mann und du während der Behandlungszeit gewünscht?

Ich glaube mein Mann hätte sich darüber gefreut, wenn ich etwas einfühlsamer ihm gegenüber gewesen wäre. Die Männer kommen oft zu kurz, während einer Kinderwunschbehandlung. Alles dreht sich um die Frau und der Mann hat einfach mitzuziehen. Wie es ihm geht, fragt keiner. So etwas fällt leider dann erst hinterher auf. Im Nachhinein hätte ich ihn öfter gefragt, wie er sich fühlt. Ich selber hatte alles, was ich brauchte.

 

Würdest du dich mit deinem heutigen Kenntnisstand noch einmal einer Kinderwunschbehandlung unterziehen?

Wenn der Kinderwunsch erstmal da ist, geht er nicht einfach so weg. Wäre ich nicht schon Mama, würde ich die Kinderwunschbehandlung jederzeit wieder machen. Es ist eine Qual in vielerlei Hinsicht, aber es lohnt sich, wenn man dann sein Kind in den Armen halten kann.

 

Wie kam es dazu, dass du deine Erfahrungen aufgeschrieben hast?

Ich bin Autorin mit Leib und Seele. Alles was ich denke und fühle schreibe ich oftmals nieder. Andere haben als Jugendliche Tagebuch geführt, ich hab damals mein Leben schon in Form von Gedichten oder auch Kurzgeschichten festgehalten. Für mich war das eine Art der Erfahrungsbewältigung, das alles aufzuschreiben. Zudem wollte ich, dass mehr Menschen auf unerfüllte Kinderwünsche aufmerksam werden. Das Betroffene sich nicht alleine fühlen und auch zu lesen bekommen, welche Möglichkeiten es gibt. Das Buch soll das Tabuthema ein wenig brechen.

 

Gibt es einen Rat, den du gern unseren Leserinnen und Lesern mit auf den Weg geben möchtest?

Wenn ihr Kinderwunsch habt, dann gebt diesen nicht auf. Keiner sollte mit dem Gedanken im Hinterkopf leben müssen, was wäre wenn … Wenn der Wunsch da ist, sollte alles versucht werden, damit dieser in Erfüllung geht. Nur so kann nach vorne geschaut werden, auch wenn es vielleicht nicht klappen sollte. So kann sich aber jeder sagen, ich habe alles versucht.

Kinderwunsch - Der harte Weg zum Wunschkind - Cover
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Leseprobe aus „Kinderwunsch – Der harte Weg zum Wunschkind“

Der Start – die künstliche Befruchtung geht los

Nun war es endlich soweit. Wir wagten den Weg der Wege, wir begannen mit der künstlichen Befruchtung. Es war der 25.08.2015, an dem ich mich im Zyklustag 1 befand. Einen Termin bei Frau Dr. S. bekam ich dann einen Tag später. Als ich anfing zu bluten, musste ich in der Klinik anrufen und folgenden Satz sagen: „Ich bin in Zyklustag eins und wir möchten mit der künstlichen Befruchtung beginnen.“ Dies war der Startsatz sozusagen. Die Dame am Telefon wusste damit direkt bescheid und verschaffte mir meinen Termin für den nächsten Tag. Es war wichtig, so schnell wie möglich einen Termin bei der entsprechenden Ärztin zu bekommen. Denn von Blutungsbeginn an hat man nur eine Zeitspanne von drei Tagen. Innerhalb der Ersten drei Blutungstagen stand nämlich ein Ultraschall an, wobei der dritte Tag schon wirklich auf den letzten Drücker gewesen wäre. Nun, ich hatte meinen Termin an Tag zwei. Ich muss gestehen, es war ein sehr unangenehmer Termin für mich. Denn der Ultraschall wird ja nicht von außen gemacht. Es ist ein Ultraschallstab, der in die Scheide eingeführt wird. Da ich ja eh schon immer fürchterliche Schmerzen erlitt, wenn ich blutete, stellte ich mir den Ultraschall echt unangenehm vor. Aber nicht nur wegen der Schmerzen, sondern auch wegen des Schamgefühls. Ich meine, es ist schon komisch, wenn du da unten blutest und jemand will da ran. Aber was hatte ich schon für eine Wahl. Augen zu und durch, mal wieder …

Mehr über die Autorin Nancy Noack und ihre Bücher erfahrt ihr auf ihrer Facebook-Seite unter: http://www.facebook.com/autorenseitenancynoack

 

Gewinnspiel

An dieser Stelle kannst du das Buch „Kinderwunsch – Der harte Weg zum Wunschkind“ gewinnen.

Was musst du dafür tun?
Kommentiere bitte diesen Beitrag, in dem du kurz erzählst, was das Thema unerfüllter Kinderwunsch für dich bedeutet. Vielleicht hast du auch selbst schon Erfahrungen sammeln können? Vielleicht bist du inzwischen sogar Mama – oder Papa – geworden, trotz steinigem Weg? Oder du und dein Partner stehen noch ganz am Anfang und kämpfen noch darum, endlich ein Baby in den Armen halten zu können?

Einsendeschluss ist der 27.9.2020.

Am 30.9.2020, entscheidet dann das Los über den Gewinner.

Wir freuen uns auf eure Einsendungen!

P.S. bitte unbedingt bei deinem Kommentar eine eMail-Adresse hinterlegen, unter der wir dich im Gewinnfall benachrichtigen können.

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(1) Kommentar

  1. Barbara sagt:

    ich würde gerne für eine Kollegin gewinnen, die sich mit dem Thema schon sehr lange befassen muss

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