10 Tipps, wie du die WehentÀtigkeit ankurbeln kannst

Wehen fördern und auslösen – Manchmal möchte dass Baby noch im Bauch bleiben, auch wenn seine Zeit gekommen ist und der errechnete Geburtstermin passiert wurde. Du kannst es nicht erwarten, dein Baby endlich in die Arme zu schließen. Hier findest du ein paar Tipps, wie du nachhelfen kannst. Doch bevor du dich in diese Tipps vertiefst, solltest du folgendes beachten:

– Dein Baby muss bereit sein, dass Licht der Welt zu erblicken.

– Du musst dich bereit fĂŒhlen, dass die Geburt nun losgehen kann.

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– Du musst mindestens 40 Wochen schwanger sein.

– Halte RĂŒcksprache mit deinem Arzt oder deiner Hebamme und gehe sicher, dass es dem Baby gut geht und es fĂŒr euch beide schon losgehen kann.

 

! Dein Baby sollte solange im Bauch bleiben, wie es wirklich braucht, den jeder Tag zÀhlt hier. Daher solltest du keine WehentÀtigkeit fördern, wenn du den errechneten Geburtstermin noch nicht erreicht hast. !

 

Wehen fördern & auslösen: Unsere 10 erprobten Tipps

1.) Bauchmassagen

Erst einmal kannst du dich entscheiden, welches Öl du fĂŒr die Massage nimmst. Ingwer-, Nelken- und Zimtöl wirken wehenfördernd.  Du kannst dich aber auch fĂŒr eine Mischung aus Zimtöl und Mandelöl entscheiden. NatĂŒrlich kannst du die Massage auch ganz ohne Öl machen.

Dann kann die Massage beginnen. DafĂŒr musst du es dir erstmal auf der Seite liegend bequem machen.  Alternativ kannst dich auch mit dem RĂŒcken an dein Sofa anlehnen. Anschließend ziehst du deine Beine ein und beginnst deinen Bauch mit kreisenden Bewegungen zu massieren. Diesen Part kann auch dein Partner ĂŒbernehmen. Oft reicht eine Bauchmassage aus, damit die Wehen beginnen.

 

2.) Kuscheln

Kuscheln oder Geschlechtsverkehr kann wahre Wunder bewirken und das hat gleich mehrere Ursachen. Zum einen wirkt der weiblichen Orgasmus stimulierend und Oxytocin wird ausgeschĂŒttet –  ein Hormon, das die Wehen fördert. Zum anderen enthĂ€lt die mĂ€nnlichen SamenflĂŒssigkeit Prostaglandine, die dafĂŒr sorgen, dass der GebĂ€rmutterhals weicher wird und der Muttermund sich öffnet. Im Übrigen wird der Wirkstoff Prostaglandine auch im Krankenhaus zur Geburtseinleitung verwendet.

Vor allem wenn du schon leichte Wehen hast, kann Geschlechtsverkehr sehr wirkungsvoll sein . Allerdings solltest du aufpassen: wenn du schon einen Blasensprung hattest, dann ist dieses Mittel nÀmlich untersagt, weil Bakterien ins Fruchtwasser gelangen und deinem Baby schaden können.

 

3.) Entspannung und WĂ€rme

Ein warmes Bad mit Ingwer- oder Zimtzusatz, kann die WehentĂ€tigkeit vorantreiben. Achte aber darauf, dass das Wasser nicht zu heiß oder zu kalt ist. Außerdem solltest du das nur unter Beobachtung machen. Dein Körper könnte mit einem Wehensturm reagieren, der zwar nicht effektiv, aber dennoch schmerzhaft wĂ€re oder dir  könnte schwindelig werden. Du siehst also, dass ein warmes Bad gleich auf doppelte Art und Weise wirkt: durch WĂ€rme und durch Entspannung.

 

4.) Scharfes Essen

Ein scharfes Essen kann auch wehenfördernd wirken! Hast du das gewusst? Dabei wird nĂ€mlich die DarmtĂ€tigkeit angeregt und da der Darm ganz nah an der GebĂ€rmutter liegt, kann sein gutes Arbeiten auch Wehen auslösen. Am besten genießt du das scharfe Essen beim Inder oder Chinesen, denn wer weiß, wann du das nĂ€chste mal in den Genuss kommst, ein Restaurant zu besuchen?

 

5.) KrÀutertee

Hier gibt es zwei Varianten. Entweder du machst dir einen etwas scharfen Tee aus Ingwerknollen, GewĂŒrznelken und Zimt und eventuell noch etwas Honig fĂŒr den Geschmack. Dann drehst eine Runde um das Haus. Oder du entscheidest dich fĂŒr einen Tee aus Himbeer- oder BrombeerblĂ€ttern, um den Muttermund weicher zu machen. Übrigens: Das Fördern der Wehen mit bestimmten KrĂ€utertees wurde schon vor einigen hundert Jahren entdeckt.

Titelbild - Werdende Mama am Kinderbett. Wann ist es endlich soweit? Das Warten kann an den Nerven zehren. Mit unseren 10 Tipps kannst du die Wehen fördern & anregen.
Wann ist es endlich soweit? Das Warten kann an den Nerven zehren. Mit unseren 10 Tipps kannst du die Wehen fördern & anregen.

6.) Bewegung

Hier musst du aufpassen, dass du dich genug bewegst, damit die Wehen gefördert werden, doch auch nicht so viel, dass dir die Kraft fĂŒr die Geburt fehlt. Oft wird das Spazieren gehen oder das berĂŒhmte Treppensteigen empfohlen. Auf dieses Mittel kannst du vor allem dann zurĂŒckgreifen, wenn deine Wehen schon langsam anfangen.

 

7.) Nelkenöl auf dem Tampon

HierfĂŒr nimmst du 50 Tropfen Nelkenöl und 30 ml Mandelöl ( alternativ: Sonnenblumenöl) und vermischt das Ganze. Davon gibst du dann 5-6 Tropfen auf deinen Tampon und fĂŒhrst ihn ein. Diese Variante ist nicht ungefĂ€hrlich, deswegen solltest du folgendes beachten:

–  Niemals alleine auf diese Art und Weise die Wehen fördern!

– Besprich diesen Prozess und auch die Dosierung mit deiner Hebamme. Auch wĂ€hrend der DurchfĂŒhrung solltest du mit deiner Hebamme in Kontakt bleiben!

– Solltest du beim EinfĂŒhren des Tampons Brennen fĂŒhlen, breche den Prozess sofort ab!

– Vergewissere dich, dass du keine Allergie auf Nelkenöl hast. DafĂŒr machst du ein paar Tropfen auf deine Hand und beobachtest die Reaktion der Haut.

 

8.) Akupunktur

Die Akupunktur ist ein lÀngerer Prozess, der einige Termine beinhaltet. Dieser wird von einigen Hebammen empfohlen, da durch die Nadeln bestimmte Punkte angeregt werden, die auf die GebÀrmutter einwirken und sich den Geburtsverlauf beeinflussen können.

 

9.) Wehencocktail

Der Wehencocktail ist wohl das bekannteste, aber nicht ungefĂ€hrlichste Mittel, um Wehen auszulösen. Dieses, mit Rizinusöl zubereitete GetrĂ€nk, sorgt dafĂŒr, dass der Darm ordentlich anfĂ€ngt zu arbeiten und somit die Wehen in Gang gesetzt werden. Dieser sollte aber nur mit Absprache und unter Überwachung einer Hebamme eingenommen werden, da es zu bestimmten Nebenwirkungen, wie zum Beispiel unkontrollierbare Dauerkontraktionen, fĂŒhren kann. Außerdem wird dadurch der Körper geschwĂ€cht, sodass vor der Einnahme des Wehencocktails die Hebamme genau abwĂ€gen soll, ob du der Nutzten die Nebenwirkungen ĂŒberwiegt.

 

10.) Brustwarzenmassage

Hierbei musst du entspannen und die Brustwarzen in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden massieren. Das heißt also: 60 Sekunden Massage, 60 Sekunden Pause, 60 Sekunden Massage, usw. Durch diesen Prozess werden die Brustwarzen stimuliert, was dazu fĂŒhrt, dass der Körper das Hormon Oxytocin ausschĂŒttet ( was auch beim Orgasmus der Fall ist).

 

10 Tipps, um Wehen zu fördern & auszulösen: Zu guter Letzt

Lass dich nicht von diesen wehenfördernden Mittel stressen und ĂŒbernimm dich nicht, indem du alles versuchst. NatĂŒrlich ist es okay, die Brustwarzenmassage mit Geschlechtsverkehr zu verbinden. Bei den anderen Methoden solltest du aber vorsichtig sein. So darfst du zum Beispiel das Tampon mit Nelkenöl und scharfem Essen nicht gleichzeitig ausprobieren. Vielleicht braucht dein Baby einfach noch bisschen Zeit bei dir im Bauch?

Teile uns in einem Kommentar mit, ob du eine wehenfördernde Methode gefunden hast, die du auf jeden Fall oder auf keinen Fall in Betracht ziehen wĂŒrdest.

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1 Gedanke zu „10 Tipps, wie du die WehentĂ€tigkeit ankurbeln kannst“

  1. Leider hat bei mir gar nichts geholfen, sodass die Wehen eingeleitet wurden. Es endete im Notkaiserschnitt. Aber wir haben es beide gut ĂŒberstanden.

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